Mit Rückenwind in den Nordschwarzwald: Talwiesen-Elf vor schwerer Auswärtshürde beim SV Bühlertal
Nach dem 3:1 gegen Teningen trifft Rielasingen-Arlen auf die zweitbeste Defensive der Liga – Matt, Köberlin und Djelili fehlen
Der vergangene Spieltag hat die Tabellenkonstellation in der Verbandsliga neu sortiert: Erstmals kassierten sowohl Spitzenreiter Teningen als auch Verfolger Bühlertal Niederlagen. Während der SV Bühlertal beim FC Auggen mit 0:2 unterlag, setzte die Talwiesen-Elf mit einem starken 3:1 gegen Teningen ein Ausrufezeichen. Die Rückkehr mehrerer Leistungsträger nach dem personell schwierigen Auftritt in Hausen machte sich deutlich bemerkbar – Trainer Michael Schilling konnte nicht nur in der Startelf, sondern auch von der Bank Qualität nachlegen.
Nun wartet mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten in Bühlertal die nächste Bewährungsprobe für die junge Mannschaft aus Rielasingen-Arlen. Die Aufgabe wird durch prominente Ausfälle zusätzlich erschwert: Kapitän Christoph Matt und Mika Köberlin fehlen verletzungsbedingt, Enver Djelili ist nach Gelb-Rot gesperrt. Umso mehr wird es darauf ankommen, die zuletzt gezeigte Kompaktheit und Effizienz über 90 Minuten zu bestätigen.
Der SV Bühlertal steht nach einem turbulenten Vorjahr erstaunlich stabil da. Noch in der vergangenen Saison blieb man nur dank des Aufstiegs des Türkischen SV Singen in der Liga – und das trotz eines positiven Torverhältnisses. In dieser Runde präsentiert sich die Mannschaft defensiv sehr gefestigt: Gerade einmal fünf Gegentreffer hat Bühlertal bislang hinnehmen müssen, der aktuell zweitbeste Wert der Verbandsliga. Die 0:2-Niederlage in Auggen war der erste Dämpfer, ändert aber nichts an der grundsätzlichen Solidität der Nordschwarzwälder.
Historisch gesehen spricht die Bilanz klar für die Talwiesen-Elf, auch wenn die Duelle oft eng waren. In 11 Pflichtspielen gewann Bühlertal lediglich das erste Aufeinandertreffen im September 2014 mit 2:1, die folgenden zehn Partien entschied der 1. FC Rielasingen-Arlen allesamt für sich. Eine Serie, die Mut macht – aber kein Selbstläufer: Gerade gegen ein Team mit derart stabiler Defensive dürfte jede Torchance, jede Standardsituation und jeder Umschaltmoment über Wohl und Wehe entscheiden.
Der Schlüssel zum Auswärtserfolg wird in der Balance liegen: diszipliniertes Arbeiten gegen den Ball, kluges Positionsspiel und die richtige Mischung aus Geduld und Zielstrebigkeit im letzten Drittel. Die jüngst gewonnene Kaderbreite gibt Coach Schilling taktische Optionen, um auf Spielverlauf und Intensität zu reagieren. Viel spricht für ein intensives Duell um jeden Meter – und die Möglichkeit, den Schwung aus dem Teningen-Triumph auch im Nordschwarzwald zu bestätigen.